Einfranzose

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Der Begriff Stoff oder auch Tuch bezeichnet flexible Gewebe, die mit bestimmten Verarbei-tungstechniken aus zahlreichen Fasern hergestellt wurden.

Diese Verbindung der Fasern, zumBeispiel durch Weben oder Stricken, grenzt den Begriff Stoff von dem allgemeinen Oberbeg-riff der Textilien ab, welcher allgemein alle aus Fasern bestehenden Materialien bezeichnet.

Stoffe werden hauptsächlich zur Fertigung von Kleidungsstücken verwendet. Neben diesemZweck finden sie unter anderem auch Verwendung im Bereich Dekoration oder bei Möbel-stücken.

Dadurch verbinden Stoffe viele verschiedene Bereiche miteinander, wie zum Bei-spiel den wirtschaftlichen Sektor der Stoffherstellung und Vermarktung mit der kreativen,künstlerischen Welt der Designer und Modeschöpfer.

In den folgenden Abschnitten werdendiese unterschiedlichen Bereiche genauer beleuchtet. Natürlich gibt es auch Mischformen, in denen beide Arten untergebracht werden.

NaturfasernBei den natürlichen Fasern kann man wiederum in drei Bereiche unterteilen: die tierischen,die pflanzlichen und die mineralischen Fasern.

Zu den ersteren gehören zum Beispiel Wolle von verschiedenen Tierarten wie Schafe, Ziegenoder Lamas, also alle Fasern, die aus der Behaarung von Tieren gewonnen werden; sowieSeide, die aus den Kokons der Seidenraupen gewonnen wird.

Nicht alle dieser Fasern eignensich für Herstellung von Textilien, die für Kleidung verwendet werden. Unter die mineralischen Fasern fallen zum Beispiel Glas, Asbest, Wollastonit oder Metall, diejedoch aufgrund ihrer groben Struktur für gewöhnlich eher in der Industrie Verwendung fin-den, als in der herkömmlichen Stoffproduktion.

Wobei auch hier unterschieden werden muss, ob natürlich vorkom-mende oder künstlich hergestellte Rohstoffe zu den Fasern verarbeitet werden.

Im ersten Fall werden zum Beispiel natürliche Pflanzenfasern mit chemischen Verfahren zulangen Fasern und später zu Garn verarbeitet.

Wenn es sich um künstlich hergestellte Rohstoffe handelt, werden Kunststoffe zu Fasern ver-arbeitet und daraus Material wie Polyester oder Polyamid gewonnen.

Das Verfahren desSpinnens beschreibt, wie die losen Fasern angeordnet, zusammengelegt und verdreht werden,sodass ein langer zusammenhängender fester Faden entsteht.

Kammgarn:Für das Kammgarn wird der Rohstoff, meist Wolle, vor dem Spinnen ausgekämmt, sodasskurze Fasern, Verunreinigungen und minderwertiges Material entfernt werden.

Die Abfälle, die durch dasVerfahren herausgefiltert werden, können noch weiter verarbeitet werden, wie es zum Bei-spiel bei der Bouretteseide der Fall ist.

Streichgarn:Das Streichgarn bildet das Gegenstück zum Kammgarn, da hier die Wolle oder andere woll-ähnliche Grundstoffe ungekämmt zu Garn versponnen werden.

Das Halbkammgarn ist genau zwischen den beiden vorhergehenden Garnarten anzusiedeln. Es wird nicht so aufwändig gekämmt wie das Kammgarn, hat jedoch eine feinere und wenigergrobe Struktur als das Streichgarn.

Garne und Zwirne:Während Garn die einfachen gesponnenen Fasern bezeichnet, ist von Zwirn die Rede, wennmehrere Garne miteinander verbunden, also verzwirnt werden.

Auf diese Weise entsteht eindicker Faden, der robuster als die einfachen Garne ist. Durch die Verwendung unterschiedli-cher Art und Anzahl der miteinander verdrehten Garne, entstehen besondere Effekte auf dendamit hergestellten Stoffen.

Diese beiden Garne werden zum Beispiel im Taftgewebe ein-gesetzt. Die andere Möglichkeit ist, das Rohmaterial oder Vlies durch Pressen und Stauchen in einzusammenhängendes Gewebe umzuwandeln, wie es zum Beispiel bei der Herstellung vonFilz getan wird.

Konkret werden die drei folgenden Herstellungsarten für Stoffe unterschieden Vor demFilzen wird der Rohstoff zu einem Vlies, also einer locker zusammenhängenden Faserfläche,verarbeitet.

Wenn der Rohstoff, meist Tierhaare, nass gefilzt wird, spricht man auch von einer Walkfilze. Schlagen, entweder mithilfe von Maschinen, Mühlen oder per Hand, zusammen gestaucht.

Die wiederholtenSchläge sorgen dafür, dass sich die einzelnen Fasern miteinander verbinden und ein zusam-menhängendes Gewebe Filztuch bilden.

Beim Trockenfilzen werden die losen Fasern des Vlieses mithilfe von Nadeln miteinanderverbunden, die wiederholt in den Filz einstechen und mit kleinen Widerhaken die Fasernübereinander legen.

Das Filzen gehört zu den ältesten Verfahren der Textilherstellung. Funde belegen denGebrauch von Filzstoffen schon in der Jungsteinzeit.

Es kann vermutet werden, dass es auchvorher schon verwendet wurde. Weil der Filzstoff aber recht schnell verrottet, ist es schwie-rig, ältere Fundstücke zu entdecken, die noch gut erhalten sind.

In jedem Fall wurden dieseVerfahren aber schon viele tausend Jahre vor Christus angewandt. Im Unterschied zu ersterem ist es allerdings kein zusammenhängendes Vlies, das gefestigtwird, sondern ein geordnetes Geflecht aus vielen Fäden, die miteinander verkreuzt werden.

Dieses Prinzip findet sich auch in der Korbflechterei, in der ebenfalls auf diese Art und WeiseZweige miteinander verbunden werden.

Somit ist die handwerkliche Vorgehensweise selbstauch unabhängig von der Stoffverarbeitung eingesetzt worden. Damit lässt sich auch die An-fangszeit der Weberei schlecht auf einen genauen Zeitraum festlegen, vor allem, da die ver-wendeten Stoffe ebenso wie beim Filzen sehr schnell verrotten und es somit nur wenige guterhaltene Beweisstücke aus vergangenen Zeiten gibt.

Sicher ist nur, dass bereits die Ägyptergewebte Stoffe verwendeten, wie Funde aus den Grabkammern belegen. Egal ob per Hand, mit einem Handwebstuhl, mit einer mechanisch betriebener Anlage, odermit modernsten Webautomaten - das Prinzip des Webens ist immer das gleiche.

Je nach ge-wünschter Breite der Stoffbahn werden entsprechend viele lange Fäden parallel zueinanderaufgespannt, die so genannten Kettfäden.

Im rechten Winkel dazu wird nun der Schussfadenabwechselnd über oder unter die Kettfäden geführt. Hierbei variiert je nach Muster und Stoff-art, wie viele Kettfäden gleichzeitig über- oder unterquert werden.

Der Schussfaden ist dabei meist auf ein längliches Stück Holz aufgewickelt, das so genannteSchiffchen. Dieses gibt dem Faden einen Rahmen und die notwendige Stabilität, um ihnschnell durch die Kettfäden führen zu können.

BeimHandweben, wo so eine Vorrichtung fehlt, muss der Schussfaden zum Beispiel mit wellen-förmigen Auf- und Abwärtsbewegungen über und unter den Kettfäden entlang geschlängeltwerden oder die Kettfäden durch andere Hilfsmittel gehoben und gesenkt werden.

Die Polfäden können dabei entweder senkrecht zum Kett- und Schusssys-tem eingeführt werden oder zum Beispiel als zusätzlicher Kettfaden durch spezielle Verknüp-fungen zur Schlaufe gebunden werden.

Dadurch entstehen dickere Gewebe wie zum BeispielFrottierware. Mit diesen verschiedenen Webtechniken ergibt sich nach einiger Zeit eine lange Stoffbahn,die zu Kleidung, Dekoration und anderen Textilien verarbeitet werden kann.

Mit dem Web-verfahren werden alle vorkommenden Rohstoffe verarbeitet, also sowohl Natur- als auchKunstfasern. Arten der Bindung beim Weben:Man kann bei dem Webverfahren verschiedene Techniken anwenden, die die Stoffe auf unter-schiedliche Art und Weise miteinander verweben.

Abhängig davon, wie viele Kettfäden oderSchussfäden in welcher Reihenfolge verbunden werden, spricht man von unterschiedlichenBindungen.

Einige davon seien nun kurz präsentiert:LeinwandbindungBei der Leinwandbindung werden immer abwechselnd ein Kett- und ein Schussfaden mitein-ander verwoben.

Hierbei wird die Dichteder Kett- oder Schussfäden so erhöht, dass der jeweils andere Faden kaum noch oder gar nichtmehr sichtbar ist und ein Rippenmuster entsteht.

Je nachdem, welcher Teil verdichtet wurde,spricht man von Quer- oder Kettrips oder auf der anderen Seite von Längs- oder Schussrips. Allgemein gebräuchlich ist der Querrips.

Panamabindung:Hierbei handelt es sich wiederum um eine abgeleitete Form der Leinwandbindung. Dadurch entstehendiagonale Reihen auf der Stoffoberfläche.

Es gibt auch Mischformen, bei de-nen zwischen den Ausrichtungen des Grats gewechselt wird, wie zum Beispiel Spitzgrat- oderFischgratköper.

Wie auch nachfolgend bei der Atlasbindung wird ebenfalls je nach vorwie-gendem Faden zwischen Kettköper und Schussköper unterschieden.

Je nachdem, welcher Faden überwiegt, unterteilt man in Kettatlas oder Schuss-atlas. Dies ist die einfachste Gewebevariante.

Die verstärkten Gewebe lassen sich noch in einige Unterkategorienaufteilen. Schussdouble:Wie der Name bereits vermuten lässt, wird bei dem Schussdouble mit einem doppelten Sys-tem aus Schussfäden gearbeitet.

Das Kettsystem bleibt hierbei einfach. Kettdouble:Das Kettdouble beschreibt das genaue Gegenstück zum Schussdouble.

Hier werden zweiKettfadensysteme und nur ein Schussfadensystem miteinander verwoben. Hierbei gibt es zwei Kett- und zwei Schusssysteme, mit denen gearbeitet wird.

Eine Variationdes Doppelgewebes ist das Drehergewebe, bei welchem zum Beispiel auch die Kettfäden zu-sätzlich miteinander verschlungen werden, um dem Stoff mehr Stabilität zu verleihen.

Beide Arten gehören zu den Florgeweben. Frottiergewebe:Hierbei wird mit Hilfe eines zusätzlichen Kettfadens eine Oberfläche aus vielen kleinenSchlingen und Schlaufen hergestellt.

Florgewebe:Durch zusätzlich eingespannte Polfäden, die senkrecht zu den Kett- und Schussfäden verlau-fen, wird ein Flor auf dem Stoff gebildet. Dadurch spricht man entweder von einer V-Noppeoder einer W-Noppe.

Im Unterschied zum Weben werden hier jedoch die Fädennicht senkrecht zueinander überkreuzt, sondern durch Maschen miteinander verbunden.

Da-durch erhält der Stoff eine flexiblere, offenere Struktur, die sich leichter anpasst und durchläs-siger ist.

Dabei werden auf mindestens zwei Stricknadeln durch bestimmte Techniken Maschen aufge-fädelt, die alle aus einem zusammenhängenden Faden bestehen.

Das Material ist hierbei häufig Woll- oder Baumwollgarn. Das Stricken zählt ebenfalls zu denälteren Methoden der Stoffherstellung und ist eine bis heute vielfach ausgeübte Handarbeit.

Es gibt unterschiedliche Methoden, um zu Stricken, wobei hier unterschieden wird, in welcherRichtung man den Faden durch die Maschen zieht und wie viele Nadeln zum Einsatz kom-men.

Dieses Verfahren gehört auch zu den Maschenbildenden Verfahren wie das Stricken, ist je-doch von diesem zu unterscheiden.

Gewirke werden industriell gefertigt und werden aus ei-nem oder mehreren Fäden hergestellt. Während beim Stricken die Maschen horizontal neben-einander entstehen, werden bei Wirkwaren senkrecht übereinander liegende Maschenreihenproduziert.

Man erhält hierdurch ein elastisches und wenig aufwändig gemustertes Gewebe. Durch die industrielle Verarbeitung ist das Prinzip des Wirkens natürlich jünger als das Prin-zip des Strickens, das auch vor der Entwicklung von Industrie und Maschinen zum Einsatzkam.

Trikotbindung:Die Trikotbindung beschreibt eine mögliche Bindungsform von Wirkwaren. Eine besondereEigenschaft von ihr ist, dass sich die Maschen immer abwechselnd nach links und rechts le-gen.

Zwei Maschen bildende Fäden konstruieren auf diese Weise zwei parallel verlaufende,gerade Reihen aus Maschen, die man auch als Maschenstäbchen bezeichnet.

Die Häkelnadel hat einen Widerhaken, mit dem sich der Faden gutdurch die vorhandenen Maschen ziehen lässt. Klöppeln:Das Klöppeln ist eine alte Handarbeitsmethode, mit deren Techniken feine Spitzen hergestelltwurden.

Nach einer Vorlage, dem so genannten Klöppelbrief, werden immer mindestens zweiFäden miteinander verschlungen, überkreuzt oder verdreht.

Es gibt auch maschinell gefertigteKlöppelware, die jedoch streng symmetrische und fortlaufende Muster aufweisen muss, da dieMaschinen keine besonderen Einzelheiten einzubauen.

Der Klöppel ist übrigens eine kleine,meist hölzerne Spule, von der der Faden abgewickelt wird. Man orientiert sich hierbei ei-nerseits an den Stofffunden selbst, die aus Pflanzenfasern oder Wolle bestehen und an Fundender handwerklichen Gerätschaften, derer sich die Menschen früher bedienten.

So wurden un-ter anderem in Höhlen oder ägyptischen Grabkammern Stoffreste gefunden, die eindeutig dieVerarbeitung von Textilien belegen. Andere Entdeckungen wie Handwebstühle, Spinnräder,Filzvorrichtungen oder Stricknadeln geben Hinweise auf die handwerkliche Umsetzung derStoffverarbeitung.

Auch die Spinnerei selbst muss der Webereizugrunde liegen. Dazu kommen noch andere Techniken, wie zum Beispiel das Färben derStoffe. Alle pflanzlichen und tierischen Fasern, die damals ver-wendet wurden, waren ausgezeichnet kompostierbar und verfielen entsprechend schnell.

Inso-fern ist es schwierig, ab einer gewissen Zeitgrenze noch Fundstücke zu entdecken, obwohldurchaus welche existiert haben könnten.

Unabhängig davon, wie alt die Technik der Stoffherstellung ist, in jedem Fall hat sie stets einewichtige Rolle für die Menschen gespielt.

Mit der Zeit kamenauch die dekorativen und weniger praktischen Eigenschaften der Stoffe zur Geltung, die sichwohl vor allem die Damenwelt gerne zu Nutzen gemacht hat.

Auch in Europa und vor allem im Mittelalter haben Stoffe und ihre Vermarktung zum regenAustausch verschiedener Länder geführt. Die Handwerker und Kaufleute tauschten ihre Wa-ren und Erfahrungen auf den Märkten aus, Söhne wurden für ihre Ausbildungen in fremdeLänder geschickt und immer mehr Handelswege erschlossen sich.

Dadurch haben die Stoffein unserer Geschichte auch für ein umfangreicheres Weltbild gesorgt, da neue Länder undGebräuche kennen gelernt wurden.

Eine weitere wichtige Funktion der Kleidung war die Abgrenzung verschiedener Gesell-schaftlicher Klassen oder Stände voneinander oder die Kennzeichnung bestimmter Berufedurch Uniformen.

Nicht jeder konnte sich zum Beispiel jede beliebige Farbe eines Stoffesleisten, sodass entsprechend gefärbte Stoffe dem Träger einen gewissen Status bescheinigten.

Berufsklasse anerkannt zu werden. Selbst heutzutage unterscheidet man noch die Klasse derMarkenkleidung von herkömmlicher Mode, sodass immer noch ein leichter, aber für manchendeutlich spürbarer Unterscheid durch Stoffe gemacht wird.

In der Neuzeit haben modernisierte Verfahren, wie zum Beispiel die Erfindung des mechani-schen Webstuhls, ganze Wirtschafts- und Sozialstrukturen auf den Kopf gestellt, die internati-onale Auswirkungen hatten.

Bis heute haben sich um die Herstellung, Verarbeitung, Vered-lung und Vermarktung der Stoffe immer neue Industrie- und Wirtschaftszweige gebildet.

Weitere Betriebe müssen diese Fasern nachQualitätsstufen sortieren und Garne daraus fertigen. Andere verändern diese Garne, indem siesie miteinander verzwirnen oder mit anderen Stoffen veredeln, zum Beispiel mit Gold- undSilberfäden, wie sie beim Brokatstoff eingesetzt werden.

Nach der Herstellung der Garne öff-net sich eine riesige Bandbreite an möglichen Verarbeitungsmethoden, die jeweils alle vonentsprechenden Industrien vertreten werden.

Aus den Garnen kann unter anderem ein Stoffgewebt, gestrickt, gewirkt, geklöppelt, gehäkelt oder anderweitig hergestellt werden.

Ob daraus nun Kleidungsstücke, Dekorationsartikel oder Arbeitsmaterialien werden — in fastjedem Lebensbereich finden sich Stoffe wieder.

Auf jeder einzelnen dieser Entwicklungsstu-fen können sich weitere Industrien einschalten, die entweder das rohe Garn oder die weiterverarbeiteten Stoffe und Waren verarbeiten.

Zum Beispiel seien hier Färbereien genannt, dieden Stoffen ihr buntes Aussehen verleihen. Aber auch Drucke und andere Techniken lassendie Textilien in einer endlosen Vielfalt an Mustern und Farben erscheinen und werden vonentsprechenden Betrieben angeboten und in den Ausbildungen gelehrt.

Nach der endgültigenFertigstellung der Stoffwaren schalten sich nun schlussendlich noch die vielen Handels- undWerbebranchen ein, die die Stoffe weltweit erfolgreich unter die Leute bringen wollen.

Hier wird ständig nach neuen, innovativen Stoffarten gesucht, die noch effektiverWasser abweisen, Kälte oder Wärme abschirmen, Geruchsbildung verhindern und vor ande-ren Unannehmlichkeiten schützen.

Zudem sollen sie unempfindlich gegenüber Schmutz,leicht zu tragen und einfach zu reinigen sein. Um diese Eigenschaften zu optimieren werdenimmer komplexere Technologien und Gewebe eingesetzt.

Die Einsatzbereichedieser Gewebe sind vielfältig und oftmals nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Forschungund Neuentwicklung spielen sich im Textilbereich in erster Linie in den Bereichen der Tech-nischen Gewebe ab.

Filtergewebe finden bei industriellen Produktionenumfangreich Verwendung. Vom Baugerüstnetz über die Glasfasertapete, vom Cabrioverdeck über denLiegestuhlbezug bis hin zur seewasserbeständigen Containerplane kommen entsprechendeGewebe zum Einsatz.

Bis in einigen Jahrenwerden zahlreiche Medikamente nicht mehr in Tablettenform verabreicht werden, sondern dieWirkstoffe werden in spezielle Gewebe und Gewirke eingebunden sein die als Wäsche direktauf der Haut getragen werden , und den Körper somit kontinuierlich mit den entsprechendenWirkstoffen versorgen.

Jederhat Geschichten von Laufsteg- und Fotomodellen gehört, die heute in Mailand, morgen inNew York und übermorgen in Paris die neueste Mode im rechten Licht präsentieren sollen.

Dabei spielen neben den Designern aus aller Welt auch die Stoffe verschiedener Nationalitä-ten eine Rolle. Mit der Zeit haben sich einige Länder auf die Herstellung bestimmter Stoffeoder bestimmter Stoffwaren spezialisiert.

So wie in Indien die hauchzarten bunten Saris gefer-tigt werden, findet man in Schottland die typisch gemusterten Karostoffe zu Kilts und Plaidsverarbeitet.

Chinesische Seide ist schon seit Urzeiten weltweit bekannt und echte belgischeSpitze war schon in vergangenen Zeiten eWäscheine begehrte Kostbarkeit.

So hat die ganzeWelt sich enorm durch die Verwendung und Verarbeitung textiler Gewebe bis heute verändertund wird durch sie miteinander ebenso vernetzt und verknüpft wie es mit den Stoffen selbstgeschieht: Beziehungen werden knüpft, Branchen miteinander verbunden und Arbeitsbereichevernetzt.

Die letzten Jahre haben sich sowohl die Stoffproduktionen, als auch die hierauf aufbauendenIndustrien, wie Bekleidungshersteller, Konfektionen, Näherei-Betriebe, usw.

China ist hier, neben In-dien, Pakistan, Südkorea, Taiwan, u. Die hierdurch auftretenden Probleme, sowohl sozialer, als auch ökologischer Art sind unüber-sehbar.

Beispielhaft seien diverse Umweltprobleme z. Auch aus sozialerSicht ist Ware aus Fernost kritisch zu sehen. Die Arbeitsbedingungen wie z. Polyacrylfasern synthetischhergestellt.

Aufgrund seiner wollähnlichen Struktur findet man es oft als Bestandteil vonMischgeweben in Verbindung mit Wolle. Verwendung findet Acryl sehr häufig in der Klei-dungsherstellung oder auch bei Zelten und Dekorationstextilien.

Alpaka:Alpaka ist ein weicher Futterstoff, bei dem als Kettfaden Baumwollzwirn verwendet wird,während der Schussfaden üblicherweise aus Alpaka, Mohair oder ähnlich beschaffenem wei-chem Garn besteht.

Der Stoff besitzt einen charakteristischen Glanz und eignet sich gut fürden Einsatz bei Kleidungsstücken. Die Alpakawolle stammt von der gleichnamigen Kamelart.

Alpaka:Wolle aus dem Fell der Alpakas. Alpaka sind eine - dem Lama verwandte - in Südamerikabeheimatete Tierart.

Die Tierart ist seit langem domestiziert. Alpaka ist eine sehr hochwertigeund damit auch hochpreisige Wollfaser, die sehr langlebig ist. Die bei Wollprodukten oftmalsauftretende Knötchenbildung Pilling tritt bei Alpaka praktisch nicht auf.

Auch für Allergikerist Alpaka sehr gut geeignet. Angora:Angora sollte nicht irrtümlicherweise als Stoff aus der Wolle der Angoraziege verstandenwerden, denn dieser wird als Mohair bezeichnet.

Bei Angorastoffen bilden die Haare des An-gorakaninchens die Grundlage. Der Stoff aus Angorawolle ist sehr weich und wird oftmals fürDamenbekleidung eingesetzt.

Üblicherweise wird dieser Stoff in der Köperbin-dung hergestellt, wobei Naturseide und synthetische Garne die Grundlage bilden.

Zum Ein-satz kommt dieser Stoff unter anderem bei Krawatten oder Kleidern. Diese Stoffart kann noch in verschiedene Varianten unterteilt werden, wie zum Beispiel Satinoder Damast.

Atlas bezeichnet eine bestimmte Art die Kett- und Schussfäden zu verbinden. Diese Bindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Fäden nicht immer abwechselnd über undunter einem anderen Faden durchlaufen, sondern abwechselnd erst unter einem hindurch unddann über mehr als zwei Fäden hinweg.

Dies wird bei jedem Schuss- oder Kettfaden versetztgemacht. Je nachdem, welcher Faden dadurch auf der rechten Warenseite des Stoffes über-wiegend zu sehen ist, spricht man vom Kettatlas oder Schussatlas.

Dadurch, dass immer mehrere Fäden überquert werden, entsteht ein glänzendes Gewebe aufder einen und ein mattes Gewebe auf der anderen Seite des Stoffes.

Barchent:Dies ist ein grober aufgerauter Wollstoff, der ursprünglich aus Kamelhaar gefertigt wurde. Üblicherweise wird er in Köper- oder Leinwandbindung produziert.

Dieses einfa-che Gewebe findet vielfach Verwendung in der Bekleidungsbranche, da er leicht ist undweich auf der Haut liegt. Batist:Dieses Gewebe wird durch Leinwandbindung hergestellt, bei der immer abwechselnd einKettfaden über- und unterquert wird.

Beide Seiten des Stoffes erhalten so das gleiche Ausse-hen. Über die Herkunft des Namens Batist ist man sich nicht einig, da zwei Varianten dafürinfrage kommen.

Dieandere Variante wäre die Herkunft aus dem indischen. Batist wird aus sehr feinen Fäden gewebt und dabei relativ dicht gehalten.

Baumwolle:Die vielen nützlichen Eigenschaften der Baumwollfasern haben sie zu einem der meistver-wendeten Materialien für Textilien gemacht.

Baumwollstoffe finden in so gut wie jeder textilen Branche ein Einsatzgebiet, sei es für Klei-dung, Dekoration, als Reinigungstextilien und allgemein in der Industrie.

Auch in anderenBereichen wie Medizin oder Kosmetik wird Baumwolle eingesetzt, jedoch nicht unbedingt alsverarbeiteter Stoff, sondern als Fasern, wie zum Beispiel bei Wattestäbchen.

Die übliche Verarbeitung sieht vor, dass zunächst aus den Fasern ein Baumwollgarn gespon-nen wird, welches durch die verschiedenen Webverfahren zu Stoff weiter verarbeitet wird.

Aufgrund der vielen verschiedenen möglichen Arten kann kaum von einem Baumwollstoff ansich gesprochen werden, da er in viele Unterarten aufgeteilt wird, die sich zum Beispiel in derverwendeten Bindung unterscheiden.

Biberstoff findet sich oft in Bettwäsche verarbeitet wieder. Er beschreibt einen baumwollenenStoff, der auf beiden Seiten angerauht wurde.

Dadurch entsteht ein feiner, weicher Flor aufder Oberfläche. Von seinem Charakter her ist er mit dem Flanellstoff zu vergleichen. BlackoutBezeichnung für Stoffe, die absolut lichtundurchlässig sind.

Oft werden hierfür Effektgarne eingesetzt, die diese spezielle Oberfläche hervorrufen. Hierfür werden alle möglichen Materialien eingesetzt.

Dadurch entsteht die Optik eines Stoffes mitaufgestickten Mustern. Häufig finden sich auffällige Ornamente und Muster auf Brokatstoffen. Der edle Stoffwird meist für festliche Gewänder, Kimonos, Roben oder teure Möbelstücke verwendet undweniger für den Alltagsgebrauch eingesetzt.

Eine Variante ist der Seidenbrokat, der, wie seinName schon sagt, nur aus Seide besteht. Canvas:Canvas wird auch als Segeltuch oder Planenstoff bezeichnet.

Der Stoff besteht meist ausBaumwolle und erhält durch die Leinwandbindung eine gitterähnliche gröbere Struktur.

DerBegriff Canvas kann heute auch eine andere Bezeichnung für Leinwand sein. Wegen seiner leicht körnigen, sandigen Textur wirdauch vom Crepe-Chiffon gesprochen.

Chiffon wird aufgrund seiner Geschmeidigkeit vor-nehmlich im Bekleidungsbereich eingesetzt im Gegensatz zum artverwandten und festerenOrganza, jener gehört in den Dekorationsbereich.

Seine leichte und flexible Struktur machen ihn zum idealen Stoff für Feinwäsche und Leibwä-sche. Auch als dekorative Heimtextilien oder als Accessoire, zum Beispiel für Theater- oderTanzaufführungen, eignet er sich perfekt.

Chinette:Chinette kann auch als Halbkrepp bezeichnet werden. Es wird aus Baumwolle, Polyester oder Mischgeweben hergestellt und in Leinwandbin-dung gefertigt.

Die glatte Seite des Stoffes ist besonders glänzend und dicht, sodass sie sichgut für wasserabweisende Textilien eignet, wie zum Beispiel Mäntel.

Dieser Effekt kanndurch leichtes Wachsen noch zusätzlich verstärkt werden. Bis zehn Rippen pro zehn Zentimeter finden sich beim so genannten Kabelcord.

Darauf folgt mit circa fünfundzwanzig bis vierzig Rippen der Genuacord oderauch Manchester genannt. Bei über vierzig Rippen spricht man von Feincord oder Babycord.

Über die genaue Anzahl der Rippen finden sich unterschiedliche Angaben, wobei hier unge-fähre Mittelwerte darstellt werden.

Wenn die Rippen des Stoffes aufgeschnitten werden und dadurch die Faserenden offen liegen,bildet sich ein weicheres Gewebe, dass Cordsamt genannt wird.

Knieschoner, Handschuhinnenflächen, usw. Bei echtem Crepewird entsprechend verändertes Garn verwendet, das durch seine verdrehte und gekringelteMachart die körnige Struktur des Gewebes hervorruft.

Darüber hinaus gibt esnoch den Prägekrepp, der mithilfe von Wärmebehandlung seine körnige Struktur erhält, sowieden Laugenkrepp, dessen Oberfläche mithilfe einer chemischen Lösung aufgeraut wird, umden Kreppeffekt zu erreichen.

Für die Herstellung werden sehr unterschiedliche Materialien verwendet. Hierbei wirdein Kreppgarn als Schussfaden verwendet. Der Crepe-Chiffon ist unter der Kategorie Chiffon näher erklärt.

EinFranzose namens Creton soll der erste gewesen sein, der diesen Stoff erfand und ihm seinenNamen gab.

Hergestellt wird Kretonne aus Baumwolle und mit Leinwandbindung verarbeitet. Im Vergleich zu Kattun ist er etwas gröber und wird daher vorzugsweise für Heimtextilienund weniger für Kleidung verwendet.

Fahnen werden klassisch aus Cretonne hergestellt, da-her stammt auch die deutsche Bezeichnung Fahnentuch. Diese können auch durch unterschiedliche Farben verstärkt werden.

Die Herstellung ist durch das spezielle Webverfahren sehr aufwändig und wurde deshalb frü-her meist nur mit teuren Stoffen, wie zum Beispiel Seide, vorgenommen.

Heutzutage werdenauch Baumwollgarne dafür verwendet. Denim:Denim ist vor allem durch seine Verwendung in Jeansstoffen so bekannt geworden.

SeinenNamen erhielt er von seiner französischen Herkunft. Die Webtechnik isthierbei die Köperbindung, die für das diagonale Muster des Stoffes verantwortlich ist.

DasMaterial ist meist Baumwolle oder auch synthetisches Garn. Drillich Drell Drillich oder Drell kann mit einer Köper- oder Atlasbindung hergestellt werden und wirdmeist aus Leinen oder Baumwolle hergestellt.

Er findet oft verwendet für den praktischenGebrauch von Stoffen, wie zum Beispiel als Arbeitskleidung, Matratzenbezug oder Bettwä-sche. Die Köperbindung ist hierbei als Streifenmuster oft gut erkennbar.

Der Name Drillichleitet sich von den dreifachen Fäden ab, aus denen das Gewebe hergestellt wird. Drillich-Gewebe sind demnach recht schwer und robust.

Bei diesem Stoff kann man demnach verschiedene Muster, Farben odergrundlegende Stoffeigenschaften auf einer Textilbahn miteinander vereinen.

Er ist leicht zu reinigen und von daherbesonders in der Verwendung für Heimtextilien und Möbelbezüge sehr beliebt.

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